Unfallverhütungstipps

 

Wir haben einige Unfallverhütungstipps für sie in den folgenden Kategorien bereitgestellt:

·Rettungswege freihalten!

·Hydranten - Sie stehen auf dem Schlauch

·Sichtbarkeit von Hausnummern

·Rauchen - ein gefährliches Laster

·Grillen ohne Reue

·Umgang mit Feststofföfen

·Glitzerndes Eis

·Verhalten bei einem Fahrzeugbrand

·Umgang mit Fettbränden

·Tolle Tage "Narrensicher"

·Tipps zur Weihnachtszeit

·Tipps für die Silvesternacht


Rettungswege müssen frei sein!

Rettungswege in Gebäuden

Wege nach draußen müssen im Notfall funktionsfähig sein!!! Wenn es in einem Zimmer, in der Wohnung oder im Gebäude brennt, bleibt oft nur noch der schnelle und kürzeste Weg nach draußen. Damit die Flucht für die Bewohner ordnungsgemäß und wirklich schnell möglich ist, müssen die Rettungswege Funktionsfähig sein. Aber die oberste Regel in einem Notfall ist Ruhe bewahren. Der Treppenraum, durch den man tagtäglich seine Wohnung erreicht, muss begehbar sein, das heißt frei von Gerümpel, von Omas altem Wohnzimmerschrank oder von den Drahteseln der gesamten Nachbarschaft! Im Notfall, wenn jeder um sein Leben rennt, kann solches "Gerümpel" zu nicht unerheblichen Störungen des Flucht- oder Rettungsverlaufes führen. Über diese grundsätzlichen Vorschriften hinaus gibt es noch weitere Tipps:

 

- An den Treppenraum angrenzenden Kellertüren stets geschlossen halten, erst recht, wenn es sich um baurechtlich feuerhemmende "Brandschutztüren" handelt.
- Den Raum unter Treppenpodesten oder -absätzen nicht als Lager für brennbare Materialien nutzen.
- Treppenräume nicht als Abstellplätze von Abfall- oder Wertstoffsammelbehälter nutzen.

Realistisch ist es bei etwas Planung und Organisation sowie gutem Willen sicherlich möglich, Gegenstände der oben angeführten Art an anderen Orten unterzubringen! Denken Sie immer daran: Sie als Bewohner haben es selbst in der Hand, ob Sie im Ernstfall eine Chance zur Flucht haben! Beachten Sie deshalb die baurechtlichen Vorschriften und die Tipps der Feuerwehr. Sollte in einem Schadensfall das Treppenhaus nicht mehr begehbar sein, werden von der Feuerwehr Leitern zur Rettung der Hausbewohner vorgenommen. Sie stellen den sogenannten "zweiten Rettungsweg" dar. Machen Sie in diesem Fall am Fenster oder auf dem Balkon auf sich aufmerksam. Damit die Feuerwehr allerdings ihre Leitern aufstellen kann, müssen Flächen außerhalb des Hauses dafür vorhanden sein. Nehmen Sie NIEMALS den Aufzug!!!

Rettungswege öffentlicher Verkehrsflächen

Aus leidvoller Erfahrung weiß die Feuerwehr, wie groß plötzlich die Not ist, wenn Feuerwehrzufahrten oder Rettungswege blockiert sind. Wertvolle Minuten gehen verloren, wenn meist schweres Rettungsgerät weit getragen werden muss. Parkende Autos auf Zufahrten kommen sehr teuer, sie könnten im Ernstfall Menschenleben kosten.

Deshalb sollte das Fahrzeug nie, das heißt: auch nicht für kurze Zeit in Bereichen abgestellt werden, die als Brandschutz-Zone, Feuerwehrzufahrt oder -fläche gekennzeichnet sind. Solche Bereiche dienen als Bewegungsflächen für Einsatzfahrzeugen, die gerade bei Drehleitern einen großen Aktionsradius benötigen, um wirksam eingesetzt werden zu können. Auch sollte immer so eingeparkt werden, dass immer eine Mindestdurchfahrtsbreite von drei Metern für die Einsatzfahrzeuge frei bleibt. Auch Hydranten sollten auf Straßen und Bürgersteigen frei bleiben, da diese für die Feuerwehr oft die einzige Entnahmestelle für Löschwasser darstellen.

Gebäude, die weiter von öffentlichen Straßen entfernt liegen, können von der Feuerwehr nicht angefahren werden. Hier müssen oft längere Strecken zu Fuß mit schweren Einsatzgeräten zurückgelegt werden. Solche Zugänge müssen mindestens 2,25 Meter haben. Diese Wege dürfen also nicht als Abstellfläche benutzt werden.

Auch wenn man neugierig ist, sollte man bei einem Unglücksfall genügend Sicherheitsabstand zu den Lösch- und Rettungsmannschaften halten, um deren Arbeit nicht zu behindern. Hier appelliert die Feuerwehr an das Verantwortungsbewusstsein. Man hilft dabei aber auch sich selber, da nur durch genügend Sicherheitsabstand eine Eigengefährdung ausgeschlossen werden kann. Unbedingt den Anweisungen von Feuerwehr und Polizei folgen, denn gerade bei Großbränden gibt es oft auch unsichtbare Gefahren durch giftige Dämpfe und Brandrauch.

Rettungswege müssen frei sein!

http://www.youtube.com/watch?v=mbUuJTAMJdE


Hydranten - Sie stehen auf dem Schlauch

In 90 Prozent aller Fälle löscht die Feuerwehr Brände mit Wasser. Das Löschwasser wird Zapfstellen im Straßenbereich entnommen, die als Überflur- und Unterflurhydranten bezeichnet werden. Um Beschädigungen an Hydranten zu vermeiden und Verkehrsbeeinträchtigungen auszuschließen, werden heute überwiegend Unterflurhydranten für die Löschwasserversorgung verwendet. Den Städten und Gemeinden obliegt die Verpflichtung Hydranten freizuhalten, damit die Feuerwehr nicht "auf dem Schlauch" steht.

Deshalb gilt im Allgemeinen:

Befinden sich Hydranten auf Gehwegen und Parkflächen, sind Hydrantendeckel und -verschlüsse von Kraftfahrzeugen freizuhalten. Hydranten auf Grundstücken oder dazugehörenden Gehwegen sind jederzeit zugänglich und von Schnee und Eis befreit zu halten.

Besonderer Hinweis:

Fahrzeuge, die auf Hydranten stehen, bedeuten ein großes Hindernis für die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Wertvolle Minuten vergehen, wenn vereiste Hydranten erst von der Feuerwehr zugänglich und aufgetaut werden müssen.

Achtung:

Der Wasservorrat eines Tanklöschfahrzeug (TLF) ist in wenigen Minuten verbraucht! Die Hinweisschilder von Hydranten sind Kinderleicht zu erkennen. Es sind weiße, rechteckige Schilder mit Maßen von 250x100mm und einen 20mm breiten roten Rand. Die schwarzen Zahlen auf dem Schild geben die Lage des Hydranten in Meter-Entfernung nach vorwärts und links bzw. rechts.

http://www.youtube.com/watch?v=3a6OSV6MgeY


Sichtbarkeit von Hausnummern

Feuer in einem Wohnhaus - Menschen in Gefahr. Jetzt zählt jede Minute. Ab in die Einsatzkleidung und los geht es. Straße und Hausnummern erhalten die Feuerwehrleute von ihrer Einsatzzentrale, doch in der angegebenen Straße geht wertvolle Zeit verloren denn die Hausnummer ist bei Dunkelheit kaum sichtbar. Bei einem Notfall sind wir, Ihre Feuerwehr, auf deutlich sichtbar angebrachte Hausnummern angewiesen, um den Einsatzort so schnell wie möglich finden, zu können. Prüfen Sie deshalb unbedingt die Einsehbarkeit Ihrer Hausnummer! Hausnummern müssen so angebracht werden, dass man sie von öffentlichen Verkehrsflächen aus gut lesen kann. Wünschenswert wäre eine gute Beleuchtung der Hausnummer, damit man sie auch bei Dunkelheit als solche erkennen kann. Verzichten Sie in eigenem Interesse auf übertrieben künstlerisch gestaltete Schilder und wählen Sie stattdessen große, gut lesbare Ziffern. Und sorgen Sie dafür, dass Hausnummern nicht von Pflanzen "überwuchert" werden. Befindet sich ein Gebäude nicht direkt an einer öffentlichen Verkehrsfläche, so sollte dieses mit einem Hinweisschild an der öffentlichen Verkehrsfläche gekennzeichnet werden.

UNSER TIPP: Sie haben die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmiert? Gehen Sie, wenn möglich auf die Straße und erwarten Sie das Eintreffen der Feuerwehr! Machen Sie sich bemerkbar. So können wertvolle Sekunden optimal genutzt und müssen nicht durch die Hausnummernsuche verschenkt werden. Weitere Maßnahmen, die es der Feuerwehr ermöglich, schneller tätig zu werden beispielsweise das Öffnen von Schranken, Toren und Haustüren sowie das Einschalten der Weg- bzw. Außenbeleuchtung.


Rauchen - ein gefährliches Laster

Haben Sie sich schon einmal mit dem Gedanken beschäftigt, welche Gefahren von einer Zigarette ausgehen können? Sie sind zwar ungesund und verursacht Krebs aber haben Sie sich schon Gedanken über die Brandgefahr die von einer Zigarette aus geht?

Kleine Ursache - große Wirkung

Sie werfen auch keine Zigarette aus dem Autofenster. Trotzdem werden jährlich riesige Waldbestände durch winzige Zigarettenglut vernichtet. Und wie sieht es in Ihrer Wohnung aus?

Rauchen Sie im Bett oder schlafen Sie mit Brennender Zigarette vor dem Fernseher ein? Wir hoffen nicht. Denn sonst kann bei Ihnen schnell ein Wohnungsbrand entstehen. Wir, die Feuerwehr, können aber mit Beispielen belegen, wo der Schutzengel zu spät kam, z.B. bei der Zigarette im Bett, die die letzte war, oder eine andere, wo unbeobachtet aus dem Aschenbecher kippte und die Wohnung in Brand setzte. Kennen Sie eigentlich die Hauptgefahr bei Wohnungsbränden? Es ist der schwarze Rauch von verbrennenden Kunststoffen, die sich in jeder Wohnung befinden. Einige tiefe Atemzüge genügen, um bewusstlos zu werden.

Unser Tipp:

Bleiben Sie stets hellwach, während Sie Nikotin "genießen". Denken Sie auch daran, Alkohol und Tabletten schränken Ihre Aufmerksamkeit ein und bringen Sie noch zusätzlich in Gefahr. Entleeren Sie NIE die Glutnester in den Papierkorb. Bringen Sie Opfer von einer Rauchvergiftung sofort an die frische Luft und alarmieren Sie die Feuerwehr und Rettungsdienst über die Rufnummer 112. Und wenn es passiert ist? Da der Rauch hohe Temperaturen hat, füllt er das Zimmer oder die Wohnung von der Decke her. Am Boden hat es daher meist noch etwas "saubere" Luft, in der man krabbelnd fliehen kann, ohne zu ersticken. Zudem ist es dort nicht so Heiß, ein Grund weshalb die Feuerwehrleute mit Atemschutz am Boden entlang kriechen, um Wohnungen nach Vermissten zu durchsuchen.


Grillen ohne Reue

Grillen ist ein berühmtes Sommervergnügen. Bitte beachten Sie folgende Tipps, damit aus Grillfreude kein Grillschmerz wird. Benutzen Sie nur einen standsicheren Grill. Achten Sie auf einen feuerfesten Untergrund. Halten Sie genügend Abstand zu Feld und Wald und anderen brennbaren Materialien. Achten Sie darauf, dass keine Glut vom Wind verweht wird. Halten Sie Löschmittel bereit. Beaufsichtigen Sie Kinder. Sollte es zu Brandverletzungen kommen kühlen Sie diese mit viel Wasser, decken Sie Wunden möglichst keimfrei ab. Sofortige ärztliche Behandlungen nötig! Grillen Sie nie in einem Raum ohne Zu- und Abluft (Erstickungsgefahr!), denn abtropfendes Fett kann brennen und das Grillgut entzünden. Auch aus gesundheitlichen Gründen sollte brennendes Fett vermieden werden.

Holzkohle nur mit Zündhilfen (Grillanzünder, Paste usw.) in Brand setzen. Niemals Spiritus, Benzin o.ä. verwenden. Diese können durch Verpuffungen zu schwersten Verbrennungen führen! Restliche Grillkohle (Asche) erst dann entsorgen, wenn sie wirklich abgekühlt ist. Auch dann nicht in Kartons oder Plastikbehälter schütten. Am besten sind Blecheimer geeignet!!! Im Zweifel Glutreste ablöschen und wenn möglich vergraben. Beim Gasgrill unbedingt darauf achten, dass die Anschlüsse dicht sind. Verbindungsschlauch nicht der Hitze aussetzen. Achten Sie auf die Flamme! Erlöscht diese unbeaufsichtigt, kann weiter Gas austreten, wodurch Brand- und Explosionsgefahr besteht.


Wichtige Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit Feststofföfen

Der anhaltende Trend zu so genannten Feststofföfen birgt neben den ökologischen Vorteilen auch Gefahren, wie beispielsweise des erhöhten Risikos von Wohnungsbränden. Durch falsche Handhabung der immer beliebter werdenden Kamin- und Kachelöfen kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Gerade zu Beginn der Heizsaison ist das Thema hochaktuell: Der richtige Umgang mit den mittlerweile weit verbreiteten Öfen ist es sehr wichtig. Um die gemütliche Wärme eines Holzfeuers auch genießen zu können, seien einige Aspekte unbedingt zu beachten. Es dürfen keine brennbaren Materialien wie Holzscheite oder Papier direkt an dem Ofen gelagert werden. Ein Sicherheitsabstand ist einzuhalten. Die Gefahr, dass heiße Glut aus dem Ofen "spritzt" ist nicht zu unterschätzen. In diesem Zusammenhang sei es wichtig, die Ofentür nach dem Befüllen umgehend zuschließen. Die heiße Asche darf nicht in einem Mülleimer, sondern in einem speziell dafür vorgesehenen nicht brennbaren Eimer mit einem Deckel gelagert werden. Schon vor Inbetriebnahme muss man einige Dinge beachten, um eine Brandgefahr zu vermeiden. Der notwendige Abstand des Ofens und des Ofenrohrs zu Wänden, Türen und Möbel ist sehr wichtig. Das Rohr muss fest mit dem Ofen verbunden und dicht sein. Generell ist vor dem Einbau und der ersten Inbetriebnahme des Ofens der Bezirksschornsteinfegermeister zu konsultieren.

Auch wenn man alle Vorsichtsmaßnahmen einhält, besteht die Gefahr, dass das tödliche Kohlenstoffmonooxid (Kohlenmonooxid [CO]) austritt. Die vorgesehenen Zugluftöffnungen der Öfen müssen immer funktionsfähig sein. Rauchmelder sind in alle Häuser und Wohnungen einzubauen. Das gilt natürlich auch für alle Gebäude ohne Holzöfen. Denn die kleinen Warngeräte können Leben retten. Rauchmelder sind nicht teuer und können auch problemlos von Laien angebracht werden.


Glitzerndes Eis birgt oft tödliche Einbruchgefahren

Sonnenstrahlen glitzern auf dem Eis, laden zum Spaziergang oder zur Schlittschuhtour ein - und verbergen die Gefahren, die beim Auftauen der Eisfläche lauern. Nach dem knackigen Frost der vergangenen Tage wird es jetzt wieder wärmer, wer sich trotzdem aufs Eis wagen möchte, sollte einige Ratschläge beherzigen:

·Vor allem an dunklen Stellen kann das Eis zu dünn sein - hier droht Einbruchgefahr. Betreten Sie nur Eisflächen, die mindestens zehn bis 15 Zentimeter dick sind.

·Wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt: nicht Betreten. Wenn Sie bereits auf dem Eis sind: Flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen, zum Ufer robben (möglichst wenig ruckartige Bewegungen).

·Vorsicht ist nicht nur bei verschneite Oberfläche und bewachsenem Ufer geboten; auch an Ein- und Ausflüssen kann die Eisdicke plötzlich abnehmen. Prinzipiell sollten Sie nur Gewässer betreten, die Sie kennen.

·Wer einbricht, sollte versuchen, sich am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.

·Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen: Eigensicherung beachten. (Leinen/Schwimmwesen), nicht zu weit hinaus wagen.

·Wer zum Helfen die Eisfläche betritt, sollte dafür eine Unterlage (Leiter/Bretter) verwenden, um das Gewicht zu verteilen. Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage macht es leichter, die eingebrochene Person zu retten. Ein Hilfsmittel können auch an Gewässern aufgehängte Rettungsringe sein.

·Gerettete in warme Decken hüllen, vorsichtig erwärmen, nicht als "Hausmittelchen" mit Schneeabreiben.

·Unterkühlten Personen keinen Alkohol geben, stattdessen warmen Tee reichen.
Innerhalb von drei bis vier Minuten in kaltem Wasser (drei bis vier Grad) erschlaffen die Muskeln, der Körper erlahmt, die eingebrochene Person geht unter. Daher ist die sofortige Alarmierung der Hilfskräfte über die europaweit einheitliche Rufnummer 112 lebenswichtig, denn Sie gewährleistet schnelle Hilfe.


Verhalten bei einem Fahrzeugbrand

Wer hat es nicht schon in den Nachrichten gehört, dass auf einer Landstraße ein Fahrzeug brennt? Eine Horrormeldung für jeden Autofahrer, denn jeder könnte irgendwann davon betroffen sein. Das was ist zu tun, wenn der Ernstfall eintritt? Zunächst gilt, wie in allen Stress-Situationen: Ruhe bewahren! Hektische und unüberlegte Handlungen führen zu weiteren gefährlichen Situationen bis hin zu einem Unfall. Lassen Sie Ihr Fahrzeug ausrollen. Schalten Sie die Warnblinkanlage ein! Wenn das Fahrzeug zum Stillstand gekommen ist, lassen Sie die Mitfahrer auf der abgewandten Seite (Beifahrerseite) aussteigen und die Fahrbahn verlassen. Schalten Sie Zündung und das Gebläse aus. Wenn Sie das Fahrzeug verlassen, denken Sie bitte auch an Ihre Papiere, die Sie eventuell im Handschuhfach griffbereit deponiert haben. Keine Angst: eine Explosion wie nach dem Muster der amerikanischen Kriminal- und Actionfilme wird es nicht geben! Bei einem Brand im Motorraum entriegeln Sie bitte die Motorhaube, damit diese von Außen geöffnet werden kann. Sollten Sie einen Handfeuerlöscher im Fahrzeug mitführen, dann sollten Sie einen Löschversuch unternehmen. Veranlassen Sie aber unbedingt, dass sofort die Feuerwehr alarmiert wird! Auch bei Ihrem Handy ist die Notrufnummer in ganz Europa 112, diese auch bei den meisten Handys ohne eine SIM-Karte funktioniert. Wichtig bei dieser Alarmierung sind die fünf W-Fragen, die bei allen Notrufen Anwendung finden:

·Wer ruft an?

·Wo ist es passiert?

·Was ist passiert?

·Wie viele Verletzte gibt es?

·Warten auf Rückfragen
Bei Löschversuchen am eigenen Fahrzeug sowie an fremden Fahrzeugen ist zu beachten, dass die im Auto mitgeführten Feuerlöscher mit ein oder zwei Kilogramm Löschpulver bereits nach spätestens zehn Sekunden leer sind. Beim Versuch, einen Motorraumbrand zu löschen, öffnen Sie die Motorhaube nur einen Spalt, da sich der Brand sonst durch die Zufuhr von Frischluft und Wind schneller ausbreiten kann. Wer an einem Unfallort ein brennendes Fahrzeug antrifft, sollte daran denken, zuerst die noch im Fahrzeuginnern befindlichen Personen zu befreien und dann erst Löschversuche zu unternehmen.


Umgang mit Fettbränden

Brennendes Fett niemals mit Wasser löschen!!! Der Siedepunkt von Frittierfett liegt bei über 100ºC. Die meisten Brände entstehen durch Überhitzung des Fettes. Niemals versuchen, brennendes Fett mit Wasser zu löschen. Bei einer Temperatur von 100ºC wird Wasser zu Wasserdampf. Wird also ein Wasserstrahl auf siedendes oder brennendes Fett gerichtet, kommt es zu einer schlagartigen Verdampfung des Wassers. Der Wasserdampf treibt das brennende Fett auseinander, vergrößert dessen Oberfläche und kann zur Explosion führen.
Für die Bekämpfung gelten folgende Regeln:

·Bei Fettbränden KEIN Wasser benutzen.

·Dem Feuer die Sauerstoffzufuhr entziehen (z.B. Deckel auf setzen).

·Auf Augen- und Gesichtsschutz achten.


Daher:

·Fritteusen müssen das VDE-Zeichen tragen.

·Filter der Dunstabzugshaube regelmäßig überprüfen.

·Fritteusen sollten niemals unter Dunstabzugshauben betrieben werden.

·Leicht flüchtige Fettbestandteile bilden mit ausreichender Luftverwirbelungen leicht entzündliche Gemische.
Auf Überhitzung des Frittierfetts achten; nur hochsiedene Fette, keinesfalls normales Haushaltsöl zum frittieren verwenden. Ausreichend erwärmtes Frittierfett hat Temperaturen von über 100ºC. Gerät Wasser, z.B. in Form von Eis bei tiefgekühltem Frittiergut in heißes Fett, verdampft es sofort. Dabei tritt eine erhebliche Volumenzunahme ein. Aus einem Liter Wasser entsteht etwa 1.700 Liter Wasserdampf. Es kommt zu einer Explosion des Fettes, da es sich bei entsprechender Luftverwirbelung schlagartig entzündet.
Bei Fondues, Raclettes, Feuerzangenbowlen und andere werden die Öfen (Rechauds) mit Spiritus (Flammpunkt unter 12ºC) betrieben. Der Umgang mit dieser leicht entzündlichen Flüssigkeit erfordert besondere Vorsicht. Niemals in noch heiße, ausgebrannte Behälter Brennstoffe nachgießen.
Für alle Fälle immer ein angefeuchtetes Handtuch oder Küchentuch zum Ersticken der Flammen bereithalten. Bei einer Brandausdehnung sofort Notruf 112 wählen!


Tolle Tage "Narrensicher"

In den kommenden Tagen erreicht die Fastnacht ihren Höhepunkt. Narren und Hexen stürzen sich übermutig ins Vergnügen. In den Wirtschaften, Diskotheken, Hallen oder zu Hause im Partykeller gibt sich die bunte Narrenschar ein lustiges Stelldichein. Wenn die Musik spielt und sich die Polonaise in Gang setzt, vergessen viele, dass gerade diese "heiße Phase" des närrischen Treibens auch Gefahren in sich birgt. Dies muss nicht sein! Darum unsere Tipps:

·Dekorationen, Girlanden, Luftschlangen oder Lampions dürfen nicht mit offenem Feuer, Heizstrahlern oder Glühbirnen in Berührung kommen. Am besten schwer entflammbare Dekorationen verwenden.

·Brennende Kerzen niemals unbeaufsichtigt lassen, insbesondere zu vorgerückter Stunde, wenn die Stimmung besonders ausgelassen ist.

·Mit glimmenden Zigaretten nicht achtlos umgehen; sie können schnell einen Brand entfachen, zumal auf dem Boden oftmals Konfetti liegt.

·Zigaretten können noch lange nach glühen. Aschenbecher niemals in Papierkörbe entleeren. Am besten sind Blecheimer geeignet.

·Für Kostüme kein leicht brennbares Material verwenden. Eine originelle Verkleidung muss noch lange nicht sicher sein.


Tipps zur Weihnachtszeit

Kerzen auf Adventskränzen und an Weihnachtsbäumen sorgen für eine weihnachtliche Stimmung in den Wohnzimmern. Für viele Menschen kann die Vorweihnachtszeit aber auch traurig enden: Jedes Jahr zahlen Versicherungen rund 34 Millionen Euro für Feuerschäden in der Weihnachtszeit und in der Silvesternacht. Unsachgemäßer oder leichtsinniger Umgang mit brennenden Wachskerzen ist oftmals die Brandursache. So verhindern Sie Christbaumbrände:
Aufbewahrung: Nur in kühlen und möglichst nicht geheizten Räumen bis zur Aufstellung aufbewahren. Damit Christbäume länger frisch bleiben, am besten bis zur Aufstellung in einem mit Wasser gefüllten Topf oder Kübel stellen.
Standort: Christbäume immer so aufstellen, dass im Falle eines Brandes das Verlassen eines Raumes ungehindert möglich ist! Daher nicht unmittelbar neben Türen aufstellen! (Fluchtwegmöglichkeit freihalten!)
Schutzabstände: Mindestens 50cm Abstand halten von brennbaren Gardinen, Decken und Möbeln. Die Umgebung des Christbaumes von leicht entzündlichen Gegenständen freihalten.
Christbaumschmuck: Keine brennbaren Stoffe wie Papier, Watte, Zelluloid und Zellwolle verwenden.
Aufsicht: Christbäume mit brennenden Kerzen nicht unbeaufsichtigt lassen. (Von uns sind keine Wachskerzen zu empfehlen.) Kinder nie unbeaufsichtigt lassen, wenn Christbaumkerzen brennen. Eventuell Zündhölzer und Feuerzeuge versperren, damit Kleinkinder die Kerzen nicht heimlich anzünden können.
Wunderkerzen: Beim Abbrand beobachten, vor allem die glühenden Restkolben nicht mit brennbaren Gegenständen in Verbindung bringen. Keinesfalls auf dürren Ästen anbringen.
Kerzen: Sicher befestigen; die Kerzen von oben nach unten anzünden und von unten nach oben auslöschen.
Dürre Bäume: Brennen wie Zunder; der Abbrand erfolgt mit rasanter Geschwindigkeit. Daher bald entfernen, keinesfalls mehr die Kerzen anzünden. Und immer einen Eimer mit Wasser oder einen tragbaren Feuerlöscher (z.B. Wasserlöscher) in der Nähe bereithalten.
Elektrische Beleuchtung: Darauf achten, dass Sicherungen, Anschluss und Leitungen den Vorschriften entsprechen und keine augenscheinlichen Mängel aufweisen. In der Advents- und Weihnachtszeit ist die Zahl der Wohnungsbrände stark ansteigend.
Für alle Fälle falls es doch passiert:
Das Wichtigste: Ruhe bewahren.
Löschversuch: Am besten sofort mit Wasser löschen.
Erfolgloser Löschversuch: Falls der Brand nicht mehr selbst gelöscht werden kann:
Raum sofort verlassen Türen zum Brandraum schließen
Feuerwehr alarmieren und auf der Straße die Ankunft der Feuerwehr erwarten
Notruf: 112 Christbaumbrand - was passiert, wenn der Weihnachtsbaum Feuer fängt?
"Bescherung" ist erst Heiligabend! Die Feuerwehr Wiebelskirchen rät Ihnen mit beginn der Adventszeit zu besonderer Aufmerksamkeit im Umgang mit Kerzen und Adventskränzen. Wir bitten Sie dringend um Beachtung der folgenden Tipps:

·Keinen trockenen Adventskranz verwenden

·Adventkranz oder -gesteck auf feuerfeste Unterlage stellen und Kerzenhalter aus feuerfestem Material verwenden.

·Kerzen niemals in der Nähe von Gardinen oder anderen brennbaren Materialien aufstellen und entzünden

·Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen; auch nur beim kurzfristigen Verlassen des Zimmers löschen. Kerzen immer von "hinten nach vorne" anzünden, von "vorne nach hinten löschen und nie über brennende Kerzen greifen.

·Abgebrannte Kerzen rechtzeitig auswechseln.

·Zündhölzer und Feuerzeuge an einem vor Kinder sicheren Ort aufbewahren.

·Kinder sollten nur unter Anleitung von Erwachsenen mit Zündholz und Feuerzeug umgehen.


Tipps für die Silvesternacht

Alle Jahre wieder kommt es leider zu - vermeidbaren - Unfällen und Bränden in der Silvesternacht, weil mit Feuerwerkskörpern leichtsinnig umgegangen wird. Für den ungetrübten Start ins neue Jahr hier einige Tipps Ihrer Jugendfeuerwehr Wiebelskirchen:

·Gebrauchsanweisung genau durchlesen. Sie steht auf jedem Artikel und auf jeder Verpackung.

·Aus der Verpackung nur den Teil nehmen, der sofort gebraucht wird. Deckel sofort wieder schließen.

·Feuerwerk der Klasse II nur im Freien zünden! Abstand halten. Nie in Nähe leicht brennbarer Gegenstände zünden!

·Schutzkappen erst unmittelbar vor dem Zünden abziehen.

·Feuerwerk nicht in der Hand behalten. Nur mit ausgestrecktem Arm zünden und sofort Sicherheitsabstand einnehmen.

·Raketen senkrecht in eine feststehende Flasche stecken. Dann erst die Schutzkappe abziehen und zünden.

·"Versager" niemals ein zweites Mal zünden!

·Nie Feuerwerkskörper in Menschengruppen oder nach Menschen werfen.

·Nicht in der Nähe von Krankenhäusern, Alten- und Kinderheimen abbrennen.

·Auf Oberleitungen und auf Dachvorsprünge beim Abschuss achten.

·Dachluken, Fenster und Tore in der Silvesternacht geschlossen halten.

·Gebäudebesitzer: Ein besonderes Augenmerk auf fehlgeleitete Raketen und "Blindgänger" richten.

·Bei Sturm wegen des Abdriftens auf das Abbrennen verzichten, ebenso nach übermäßigem Alkoholgenuss.

·Achten Sie darauf, dass glühende Teile einer Wunderkerze nicht mit brennbaren Gegenständen in Berührung kommen.

·Die Weihnachtsbäume, Adventskränze und Gestecke können inzwischen sehr ausgetrocknet sein. Deshalb Kerzen nicht zu weit abbrennen und auf keinen Fall unbeaufsichtigt lassen.
Geeignete Löschmittel wie z.B. Wassereimer oder Löschdecke bereithalten. Bei einer Brandausdehnung sofort Notruf 112 wählen!
Ihre Feuerwehr Wiebelskirchen

© Freiw. Feuerwehr Wiebelskirchen 10.12.2018